Endlose Fantasie? (Final Fantasy Review)

Mit der HD-Auflage von Final Fantasy X/X-2 frisch auf dem Markt, dem dritten Teil von Final Fantasy XIII Anfang des Jahres und der baldigen Veröffentlichung von Final Fantasy XIV – A Realm Reborn auf der PS4 haben wir drei ganz unterschiedliche Interpretationen der wohl bekanntesten Rollenspielreihe.

Das erste von vielen als letzter Klassiker angesehen, zweiteres fast schon als Untergang einer Marke verpönt und zu guter Letzt ein MMO, was ja so gar nicht ins Bild der Reihe passt. Und dass trotz Kristalle, trotz Job-System, trotz Krieger des Lichts – alles Elemente der ersten Teile und Dinge, die sich viele Fans zurückwünschen.

Man mag sich an dieser Stelle also fragen, welche Elemente ein Final Fantasy-Spiel braucht, um sich als solche bezeichnen zu dürfen. Sowohl die Story als auch die Welt sind in jedem Fall ausgeschlossen. Mit Ausnähme der direkten Fortsetzungen und anderer Ableger hat jeder nummerierte Teil völlig neue Interpretationen der Welt und bietet eine eigene Geschichte.

Auch das Design der Spiele unterscheidet sich grundlegend mit jeder weiteren Veröffentlichung und macht auch nicht Halt vor Menüs, Dem Ablauf der Kämpfe, der Mythologie und eigentlich allem. Zwar tauchen immer wieder bekannte Namen, Monster und Gottheiten auf, aber selbst diese werden immer neu interpretiert. Man sehe sich nur die verschiedenen Cid im Laufe der Spiele an, um eine ungefähre Vorstellung davon zu bekommen, wie unterschiedlich die Spiele trotz der Namensgleichheit doch sind.

Und genau das ist es, was Final Fantasy für mich ausmacht: die ständige Neuinterpretation, der Wille, immer wieder aufs Neue eine eigene Welt zu erschaffen und nicht einfach nur Altes zu wiederholen, nur weil es erfolgreich war. Final Fantasy lebt vom ständigen Wandel und riskiert damit eine Menge. In Zeiten von immer größeren Welten, immer mehr Nebenmissionen und Handlungen ist Final Fantasy XIII den entgegengesetzten Weg gegangen und erzählte gradlinig und actiongeladene seine – in meinen Augen – großartige Geschichte.

In welche Richtung die nächsten Teile gehen werden, weiß wohl nur Square Enix selbst und ich bin schon jetzt gespannt darauf. Natürlich hätte ich nichts gegen etwas mehr ‘Open World’-Feeling, andererseits tendiere ich bei diesen Spielen oftmals dazu, das Ziel aus den Augen zu verlieren und damit auch das Spiel nie zu beenden. Und auch das kann ja nicht Sinn der Sache sein.

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