Marvel hoch drei (eine Art Review)

Disclaimer: Ich kenne weder alle, noch viele Marvel-Comics und mein Wissen beschränkt auch auf die Kinofilme und ein paar Serien der letzten zwei Jahrzehnte.

Dieses Halbwissen hat sicherlich einige Nachteile, aber auch den Vorteil, dass ich gewisse Probleme der Verfilmungen gar nicht sehe. Andererseits sehe ich dafür andere Probleme, die Comicfans nicht haben.

Die Tatsache, dass die Filmrechte des Marveluniversums auch noch aufgeteilt ist, macht die Situation nicht leichter. Doch von vorne:

Die Marvel Studios – jetzt Teil von Disney – selbst hält die Rechte an allen Avengers-Filmen und -Figuren. Auch Guardians of the Galaxy wird von Marvel/Disney selbst produziert.

Sony hat die Rechte an Spiderman und all seinen weiteren Formen. Das umfasst sowohl die alte Trilogie mit Toby Meguire als auch die neuen Filme mit Andrew Garfield.

X-Men und Wolverine wiederum gehört (20th Century) Fox und genau mit den Filmen habe ich die größten Probleme.

Während die Avengers-Filme einem minutiösem Plan folgen und die Überschneidungen und Cameos mehr sind als reine Showeinlagen, scheint man sich bei den X-Men- und Wolverine-Filmen nicht völlig auf eine Zeitlinie geeinigt zu haben. Dass es mehrere gibt und die Geschichte von verschiedenen Zeichnern und Autoren unterschiedlich dargestellt wurde, ist mir bewusst, aber hätte man sich nicht zumindest bei den Filmen auf EINE Zeitlinie einigen können? Und sei es nur, um die neuen Fans, die durchaus einen Zusammenhang zwischen den Wolverine- und den X-Men-Filmen sehen, weniger zu verwirren.

Wolverine – Weg des Kriegers spielt eindeutig nach X-Men 3 und spielt direkt auf dessen Ereignisse an. Logans Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg werden aber zu keinem Zeitpunkt erklärt. Auch Logans Heilungsfähigkeit in Weg des Kriegers scheint der aus allen Filmen zu widersprechen.

Und dann ist da Emma Frost in X-Men: First Class, die die gleiche Fähigkeit hat wie Kaylas Schwester in X-Men Origins: Wolverine. Verwandtschaft unwahrscheinlich.
All diese Ungereimtheiten und Inkonsistenzen stören mich massiv. Natürlich kann man sagen, dass jeder der Filme einer eigenen Logik folgt und demnach andere Regeln und Voraussetzungen hat, aber wäre es nicht besser für das Publikum, ein größeres Gesamtbild zu erschaffen?

So wie es bei den Avengers – mal abgesehen von dem Schauspielerwechsel bei Hulk – geschehen ist? Jede Geschichte fügt sich nahtlos in die nächste ein, Querverweise sind nicht einfach Beigaben sondern erklären diverse Hintergründe und Zusammenhänge und auch die weitere Geschichte ist nicht nur geplant, sondern auch schon schlüssig in die Filme eingebunden.

Spiderman wiederum braucht diese Kontinuität nicht, da Amazing Spiderman von Beginn an als Reboot der Figur gesehen wurde. Neuer Name, neue Schauspieler, neue Geschichte…. Warum Fox also einen anderen Weg geht, ist mir schleierhaft und es ist der Grund, warum ich der Avengers-Reihe mehr entgegenfieber als das bei den X-Men-Filmen der Fall ist.

Abwarten und Tee trinken oder so…

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