Review: Hobbit – Smaugs Einöde

Die Herr der Ringe-Trilogie war wohl eines der ersten großen Kinoereignisse, die ich miterlebt habe. Gerade alt genug, sie im Kino zu sehen zu können, waren die Filme in Hinblick auf die Charaktere, die Kulissen, Kostüme und Landschaften ein absoluter Augenschmaus und ich lege JEDEM nur wärmstens ans Herz, die Filme mindestens einmal auf einer möglichst großen Leinwand zu sehen.

Die Special Extended Editions (SEE) haben dem Ganzen noch viel mehr Tiefe verliehen und wunderbare Szenen ergänzt und es ist beinahe schon Tradition für mich, mindestens einmal im Jahr einen SEE-Marathon zu machen. Zehn Jahre fast musste ich dann auf die Hobbitfilme warten, habe zwischendurch sowohl den Hobbit als auch den Herr der Ringe gelesen (der nun für mich DAS beste Buch ist – aber das ist eine andere Geschichte).

Während dieses Jahrzehnts ist vieles UM die Hobbit-Produktion geschehen, aber wirklich etwas produziert wurde erst sehr, sehr spät. MGMs Beinahe-Bankrott sorgte dafür, dass das gesamte Projekt fast zum Scheitern verurteilt war und Guillermo del Toro vom geplanten Regisseur am Ende dann nur noch Drehbuchautor war, da er sich nicht länger an ein Projekt binden wollte, das bereits sechs statt drei Jahre geplant war.

 

Soviel einmal also vorweg. Es stört mich auch nicht im Geringsten, dass der Hobbit in drei Filmen erzählt wird, gerade wenn man weiß, dass mehr als nur das Buch selbst verfilmt wird, sondern eben auch die Anhänge des Herr der Ringe. 

Also – was halte ich vom neuen Film? Einiges, ehrlich gesagt. Was aber eben auch an dem liegt, was ich bis hierhin darüber geschrieben hab. UND, weil ich nicht erwarte, dass der Hobbit eine simple Kopie der alten Filme ist. Nicht nur die Geschichte selbst ist völlig anders erzählt, auch die Machart der Filme ist grundverschieden von dem, was vor zehn Jahren der Fall war. CGI ist heutzutage das große Stichwort und nur die wenigsten Studios verzichten darauf. Das kann man mögen oder eben nicht. Die Hobbit-Filme machen jede Menge Gebrauch von CGI und das, was man einem geboten wird, sieht in den meisten Fällen großartig aus. Smaug, wohl der “geheime” Hauptcharakter, sieht wundervoll aus und ist großartig animiert.

Smaugs Einöde ist das, was es sein soll: Unterhaltend. Ich hab den Film gerne gesehen, hatte meinen Spaß und habe gelacht. Die Action war wohldosiert und spannend. Und mehr ist der Hobbit eigentlich auch nicht. Es ist ein actionreiches Kinderbuch ohne den Tiefgang, den der Herr der Ringe zu bieten hat. Von der Verfilmung kann man also eigentlich auch nicht mehr erwarten und ich habe genau das bekommen.

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